Wenn ein Sommer auf den Nächsten folgt

21April
2017

Queentown, Te Anau und Milford Sound

Am Mittwoch trampte ich dann wieder zurück nach Queenstown. Von Te Anau nahm mich ein Rentnerehepaar aus dem Ort mit, die beide fast taub waren. Sie fuhren mich bis nach Mossburn, einem kleinen Dorf auf dem Weg nach Queenstown, von wo aus ich dann von 2 jungen Schweizerinnen mitgenommen wurde, die meinten, es sehe hier aus wie bei ihnen zu Hause.

Wieder in Queenstown ging ich dann zu meinem Hostel und war den restlichen Tag ausreichend damit beschäftigt mein ganzes Zeug zu waschen, mein Zelt zu trocknen und meinen Rucksack wieder richtig zu packen. Die nächsten 2 Tage hatte ich eigentlich vor ein paar Tagestouren in die Berge um Queenstown zu machen, musste dann aber auf Grund des anhaltenden Regens Abstand von nehmen.

So wurden es 2 ereignisarme Tage in der gemütlichen Lounge des Hostels und meine Zeiten Queenstown war auch schon wieder vorbei, worüber ich gar nicht so traurig bin, da die Stadt für meinen Geschmack eh viel zu teuer ist. So ging es dann am Samstagvormittag per Bus wieder nach Te Anau, von wo aus ich Sonntag nach Milford Sound wollte. Ich hatte also noch einen entspannten Nachmittag in der kleinen Stadt am zweitgrößten See des Landes, bis dann am Morgen um 7 mein Bus nach Milford Sound ging.

Die Straße an sich ist schon ein highlight und dauert ca. 2 stunden. Dabei fährt man immer zwischen den Bergen in einem während der letzten Eiszeit vor 14000 Jahren geschaffenen Gletschertaal, bis man dann am Eingang des Fjords ankommt. Diese Straße wird fast ausschließlich von Touristen befahren, weshalb es dort ständig zu Unfällen kommt, vor allem weil Leute auf der falschen Straßenseite fahren oder während der Fahrt Fotos machen. So sind wohl gerade erst vor 2 Wochen 2 deutsche Backpacker auf der falschen Seite unterwegs gewesen und frontal mit einem Bus zusammengeprallt und dabei ums Leben gekommen. Der Rekord in diesem Jahr liegt wohl bei 14 Unfällen an einem Vormittag.

Trotz dessen kam ich wohl auf in Milford Sound an, einem Ort, der aus einer Bootsanlegestelle, einem Restaurant, einer Lodge/Hostel/Hotel und Unmengen an Parkplätzen besteht. Ich hatte eine Bootstour durch das Fjord für Mittags gebucht und verbrachte den Vormittag damit die spektakuläre Landschaft anzugucken und dem entsprechend hunderte Fotos zu machen. Nachdem ich die 2 Aussichtspunkte abgeklappert hatte, ging zum Bootsterminal, wo insgesamt 8 Schiffe von 7 verschiedenen Unternehmen lagen, die alle zu unterschiedlichen Preisen die gleiche Tour machten und sich hauptsächlich in Modernität und Ausstattung unterschieden. So ist das größte Unternehmen Real Journeys, die 2 Boote haben und auf der ganzen Südinsel verschiedensteTouren anbieten und laut meinem Busfahrer einen Wert von 150 Mio Dollar haben. In jedem Fall haben die die mit Abstand protzigsten Schiffe und Busse.

Ich machte die Tour mit Go Orange, die waren am billigsten und es gab kostenlos Fish and Chips oder Frühlingsrollen und Fisch für die Vegetarier. Es war bestes Wetter und keine Wolke am Himmel, als die 2 stündige Tour losging. Vom Oberdeck hatte ich eine ziemlich coole Aussicht auf den Fjord und die Berge Drumherum. So schipperten wir langsam dahin, bis wir nach einer Stunde am offenen Met ankamen und wieder umdrehten. Wir machten noch an einigen riesigen Wasserfällen halt, aus denen auch das Trinkwasser für das Dorf stammt.

Insgesamt hat sich das auf jeden Fall gelohnt, da Milford Sound auf jeden Fall eine der schönsten Ecke Neuseelands ist, gerade bei klarem Wetter, was dort eigentlich nur sehr selten vorkommt. Die Nacht Verbrachte ich in der Milford Sound Lodge in einem Schlafsaal, was auf Grund der Lage natürlich ziemlich teuer war und es gab noch nicht mal kostenloses WLAN und Telefonnetz natürlich auch nicht.

So kam der Tag dann langsam zum Ende und das sollte es für Milford Sound dann auch gewesen sein, am Morgen nahm ich wieder einen Bus zurück nach Te Anau, von wo aus ich dann direkt weiter nach Wanaka hitchhiken wollte.